Elektromotorräder umweltfreundlich mit Solarstrom Laden

Der Marktanteil der elektronisch betriebenen 2-Räder steigt in Deutschland. Nicht nur Kleinkrafträder wie Roller werden immer häufiger mit Strom angetrieben, sondern auch große Motorräder. Reichweiten von über 100 km sind bei den Fahrzeugen keine Seltenheit mehr und auch leistungsstarke Bikes mit Höchstgeschwindigkeiten jenseits der 150 km/h sind bereits erhältlich. Damit werden die "großen E-Bikes" zu einer echten Alternative - ob für den Arbeitsweg oder kleine Touren in der Freizeit. An den großen Herstellern wie Harley-Davidson geht der Trend ebenfalls nicht vorbei. So entstand bereits 2009 ein Konzept Motorrad vom französischen Designer Nicolas Petit, was allerdings so schnell nicht in Serie gehen dürfte. Man muss als "Electric Motorcycle" Fan nicht auf cooles Bikeroutfit verzichten. Hersteller wie der amtierende Weltmeister im Custombikebau und Harley-Vertragshändler Thunderbike bieten eine riesige Auswahl an Jacken, T-Shirts und Accessoires, die sich nicht nur passend zu einem "BigTwin" aus Milwaukee gut machen. Enduro-Spezialist KTM geht sogar noch weiter und verkauft ab 2013 sein Modell "Freeride E", eine Elektro-Enduro mit einer Ladezeit von nur 1 1/2 Stunden.

Thunderbird

Weltmeisterschaft der Elektro-Bikes

Seit 2009 findet als Nebenveranstaltung zur weltbekannten Tourist Trophy (TT) auf der Isle of Man die TT Zero Rennserie statt. Die ersten Maschinen erreichten auf der ca. 60km langen Rennstrecke eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 141 km/h, aber bis 2012 stieg die Geschwindigkeit stetig auf nun über 167 km/h und eine Rundenzeit von nur 21 Minuten, 35 Sekunden. Die Rennmotorräder profitieren dabei von einem technischen Vorteil der Elektromotoren. Diese stellen bei jeder Drehzahl maximales Drehmoment und Motorleistung zur Verfügung und erleichtern es damit enorm, eine ideale Rundenzeit zu erzielen.

Aufladen mit Solarstrom

Wer sein Bike mit grüner Energie laden möchte, dem stehen eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung. Die Ladegeräte der Bikes sind auf 230V ausgelegt und können somit wie alle Haushaltsgeräte problemlos betrieben werden. Dank moderner Akku-Technologien geben einige Hersteller die Lebensdauer mit über 1000 Ladevorgängen an, was in etwa der Haltbarkeit von Verbrennungsmotoren bei normalen Motorrädern entspricht.

Bekannte Hersteller

  • Brammo
  • KillaCycle
  • KTM Power Sports AG
  • Quantya
  • Zero Motorcycles
  • biiista

billiger Unterhalt, Teure Anschaffung

Elektromotorräder sind nicht billig und können problemlos 7000 - 10.000 Euro kosten, doch sind die Betriebskosten extrem gering. Eine volle Ladung für 100 Kilometer kostet in Deutschland oftmals unter einem Euro, was im Vergleich zu Verbrennermotorrädern schnell 8-10 Euro sparen kann. Rechnet man dies auf die Lebensdauer hoch, so lohnt sich die Anschaffung durchaus. Für Kurzstrecken sind die Modelle damit uneingeschränkt empfehlenswert - Tourenfahrer müssen sich allerdings noch einige Jahre gedulden, bis neue Akku Technologien eine Reichweite jenseits der 200 km ermöglichen. Die Versicherungseinstufung erfolgt oft abhängig von der Dauerleistung und ist damit selbst für Fahranfänger extrem gering. Steuern sind durch den fehlenden Hubraum nur gewichtsabhängig zu entrichten und mit unter 10 Euro im Jahr nicht der Rede wert. Viele Motorräder bis 80 km/h können außerdem mit dem A1 Führerschein gefahren werden, der bereits ab 16 Jahren erhältlich ist.