Fotovoltaikanlage fremdfinanzieren

Fremdfinanzierung von Fotovoltaikanlagen – attraktive Alternative oder Geldverschwendung?

Die Installation einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach der eigenen vier Wände wird in Zeiten von Klimawandel und angestrebter Energiewende von der Bundesregierung und der Europäischen Union massiv beworben. Attraktive Förderungen, niedrige Zinsen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie aktiver Einsatz für die Umwelt sollen immer mehr Menschen zum Bau einer eigenen Fotovoltaikanlage bewegen. Doch wer seinen eigenen Strom erzeugen will, der muss vor der Inbetriebnahme eine ganze Menge Geld in die Hand nehmen: aktuell kostet die Installation von Fotovoltaikmodulen mit einer Leistung von 1 kWp etwa 2.300 €, so dass bei größeren Anlagen schnell mehrere Zehntausend Euro fällig sind. Für die Wirtschaftlichkeit des eigenen kleinen Kraftwerks ist deshalb nicht zuletzt die Art der Finanzierung entscheidend. Doch welche Möglichkeiten zur Kreditaufnahme gibt es und welche Renditen können eingeplant werden?

Fremdkapital oder Eigenkapital?

Grundsätzlich ist die Frage, welche Art der Finanzierung die günstigste ist, unterschiedlich und individuell zu beantworten. Einflussfaktoren wie aktuelles Zinsniveau, Vermögensverhältnisse und Fördermöglichkeiten variieren von Fall zu Fall und sind bei der Kreditaufnahme zu berücksichtigen. Im konkreten Fall sollten die Optionen daher unter Zuhilfenahme eines Experten evaluiert werden.
Eine Fremdfinanzierung der Anlage bietet sich vor allem an, wenn nicht genügend Eigenkapital zur Verfügung steht oder wenn Kapital nur in festen Anlageformen vorliegt. Doch auch wenn eigentlich genug liquides Vermögen vorhanden ist, kann es hinsichtlich Rendite und Wirtschaftlichkeit der Anlage sinnvoll sein, auf eine Fremdfinanzierung zurückzugreifen. Sollte ein Kredit benötigt werden, zeigen Kreditrechner wie auf http://www.sofortkredite.org/kreditrechner/ schnell und einfach die günstigsten Angebote auf.

Die staatlich geförderte Kreditaufnahme bei der KfW ist die beliebteste Form der Fotovoltaik-Finanzierung. Die Vorteile bei diesem Weg sind, dass die KfW durch ihre staatliche Unterstützung in der Regel die zinsgünstigsten Kredite am Markt anbietet und zudem eine Kombination aus KfW-Förderung und anderen Programmen nicht verboten ist. Einen weiteren angenehmen Nebeneffekt stellt das Angebot eines 1-3 jährigen tilgungsfreien Zeitraums nach Beginn der Inbetriebnahme dar. Die Förderung kann zwar nur einmal beantragt werden und beschränkt sich auf Module mit einem Gesamtinvestitionsbetrag von weniger als 50.000 €, Anlagen auf Einfamilienhäusern liegen aber für gewöhnlich nur bei 20.000-25.000 € Investitionskosten. Details zu diesem Programm können unter anderem auf dieser Seite nachgelesen werden.

Wie wirtschaftlich ist die Fremdfinanzierung?

Obwohl die Einspeisevergütung für selbst erzeugten Solarstrom im Januar 2012 um satte 15 % gekürzt wurde, können sich Fotovoltaikanlagen für die Betreiber durchaus noch lohnen. Wie hoch die entsprechende Rendite ist, hängt von der Größe der Anlage, jährlichem Stromertrag und Eigenverbrauchsanteil ab.

Angenommen, auf einem Einfamilienhaus wird eine mittelgroße Anlage mit Investitionskosten in Höhe von 2.200 €/kWp installiert. Bei einer üblichen Laufzeit von etwa 20 Jahren und einer jährlichen Einspeisung von 800 kWh ins Stromnetz kann der Betreiber mit einer Rendite von 3,8 % rechnen. Ist der Ertrag höher, sind es bei 1000 kWh zum Beispiel schon 8 % Rendite. Bei diesem Rechenexempel wurde jeweils eine Eigenfinanzierung vorausgesetzt, für den Fall einer geförderten Fremdkapitalfinanzierung kann noch mit merklich höheren Erträgen gerechnet werden.

Die Investition in eine Fotovoltaikanlage bietet also grundsätzlich attraktive Renditen. Interessierte Betreiber sollten sich nicht von zu hohen Investitionskosten abschrecken lassen, sondern für sich das beste Finanzierungsmodell recherchieren.