Photovoltaik und Steuern

Als Betreiber einer Photovoltaikanlage werden Sie automatisch zum Unternehmer, da Sie selbst Elektroenergie erzeugen, in das öffentliche Netz einspeisen und dafür eine Vergütung empfangen. Daher kommen drei Steuerarten in Betracht, zu denen Sie veranlagt werden können: die Einkommensteuer, die Gewerbesteuer und die Umsatzsteuer.

Sind Sie bereits Unternehmer oder Gewerbetreibender bzw. wird die Immobilie, auf der die PVA errichtet ist, gewerblich genutzt oder vermietet, wird meist der Steuerberater über die Art und Weise der Einbeziehung in die Steuerabrechnung entscheiden.

Für den Selbstnutzer, also den üblichen Fall eines privaten Photovoltaikanlagen-Betreibers mit einer Spitzenleistung von 10 kWp, bleiben die steuerlichen Fragen aber recht überschaubar.

Einkommensteuer

Die Einkünfte aus der solaren Stromerzeugung sind natürlich steuerpflichtig. Da Sie jedoch 20 Jahre lang 5 % der Investitionskosten abschreiben und sämtliche Betriebsausgaben steuermindernd gelten machen können, stellen diese Einkünfte keine besondere Erhöhung des zu versteuernden Einkommens dar. Erst wenn die PVA reinen Gewinn bringt, muss mit einer spürbaren steuerlichen Belastung gerechnet werden. Dem jedoch steht der Trend zum Eigenverbrauch entgegen.

Gewerbesteuer

Die Zahlung der Gewerbesteuer wird erst ab einem jährlichen Gewinn aus gewerblicher Tätigkeit von 24.500 Euro fällig. Ein solcher Betrag kommt bei kleinen PVA nicht zustande. Die Anmeldung als Gewerbe entfällt daher, es sei denn, Sie wollen Ihren Unternehmerstatus richtig nutzen.

Umsatzsteuer

Von der Umsatzsteuer befreit sind Kleinunternehmer, deren Gewinn im Jahr 17.500 Euro nicht übersteigt. Das ist mit einer kleinen PVA der Fall, und wenn Sie den Status als Kleinunternehmer beantragen, brauchen Sie sich um die Umsatzsteuer überhaupt nicht zu kümmern.

Als umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer aber sind Sie vorsteuerabzugsberechtigt und können die für eine Photovoltaikanlage und deren Installation gezahlte Mehrwertsteuer vom Finanzamt zurück fordern, ebenso für Wartungs-, Reparatur- oder Monotoringkosten. Allein beim Kauf der Anlage senkt sich der Preis dadurch um mehrere Tausend Euro, denn die 19 % Mehrwertsteuer machen ja fast ein Fünftel des Preises aus.