Solarenergie: Europäisches Know-how gegen chinesische Dumping-Preise

Ökologische Formen der Energiegewinnung sind auf dem Vormarsch und im privaten Bereich kommen vor allem Solaranlagen zum Einsatz. Aber nicht nur private Anlagenbetreiber nutzen Solarenergie zur Selbstversorgung – gerade in den südlichen Ländern mit deutlich mehr Sonnenstunden, könnten Solarfarmen einen wichtigen Betrag zur Energiegewinnung leisten. Um diese neuen Märkte, die sich in der Energiewirtschaft eröffnet haben, ist ein wahrer Kampf ausgebrochen.

Solaranlagen zum Schleuderpreis

Im Moment drängt China stark in den Energiemarkt. Die Chinesen verkaufen Solaranlagen zu Schleuderpreisen, um in Europa Fuß fassen zu können. Die Anlagen werden teilweise unter den Rohstoffpreisen verkauft, wodurch die heimische Solarindustrie in Bedrängnis kommt. China sieht in der Solarindustrie ein großes Potenzial, weshalb der Ausbau forciert wird. Durch staatliche Förderungen ist es möglich die Anlagen so günstig zu produzieren. Dies brachte jetzt die europäische Union auf den Plan, die nun untersucht ob China mit den Dumping-Preisen gegen gesetzliche Regelungen verstößt. Im Fokus stehen hier die Förderungen, die an chinesische Firmen ausgeschüttet werden, denn es besteht der Verdacht, dass diese teilweise zu Unrecht vergeben wurden. Dringendes Handeln ist erforderlich, denn in Deutschland bzw. Europa gleiten bereits die ersten Firmen in die Insolvenz ab, sie können mit den niedrigen Preisen nicht mehr konkurrieren.

Vorsprung durch Wissen

Europa will seinen Vorsprung auf dem Markt durch technisches Know-how sichern. Europäische Unternehmen wollen dazu ihr Wissen aus Forschungsergebnissen bündeln und gemeinsam nutzen. Neun Staaten in Europa wollen sich an diesem Projekt beteiligen, darunter Österreich, Frankreich und Spanien. Durch die Kooperation soll nicht nur das Wissen gesammelt werden, sondern auch Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. Das gebündelte Wissen fließt direkt in die Anlagen und es für die Entwickler möglich, effizienter zu forschen und auf bereits bestehende Ergebnisse aufzubauen. Europäische Unternehmen können bisher bereits mit einem raschen Aufbau der Anlagen bzw. deren Wartung punkten und konnten sich einen kleinen Vorsprung sichern, der durch das nötige technische Know-how ausgebaut werden soll.

Qualität vs. Quantität


In Zukunft müssen sich die Konsumenten entscheiden, ob sie die billigen Anlagen aus Asien bevorzugen oder hochwertige europäische Erzeugnisse. Zudem beleibt abzuwarten ob China die niedrigen Preise langfristig halten kann, denn erste Länder erwägen bereits Strafzölle.
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