Solarfonds

Was in anderen Bereichen der Geldwirtschaft möglich ist, z.B. eine Geldanlage in einem Immobilienfonds oder die finanzielle Beteiligung an Entwicklungsprojekten mit hohen Rendite-Chancen, gilt auch für die Solarwirtschaft. Hier sind es so genannte Solarfonds, in denen sich Investoren gemeinsam am Bau und dem Betrieb einer Solaranlage beteiligen. Dabei reichen die Größen von regionalen Bürgerprojekten in Deutschland bis hin zu Großanlagen oder Solarparks in Spanien oder Solarkraftwerken in Afrika.

Wie sicher sind Solarfonds?

Solarfonds profitieren von der staatlichen Garantie für die Abnahme selbst produzierten Solarstroms zum fest definierten Preis über 20 Jahre. Damit ist die Anlage in einem Solarfonds absolut risikoarm. Mit ihrem Anschluss an das Energienetz spielt die Solaranlage garantierte Einnahmen ein.     

Die Technik ist gut entwickelt und wenig störanfällig. Selbst für extreme Witterungsbedingungen gibt es heute einen Modulschutz, der die Funktion gewährleistet. Es gibt kaum bewegliche Teile, die verschleißen können, und die Verbundtechnik ist kompakt. Damit sind die Anlagen auch sehr wartungsarm. Zudem helfen Versicherungen, eventuellen Beeinträchtigungen vorzubeugen und natürlich qualifizierte Mitarbeiter, die man dann auf Cleantechjobs.de suchen kann!

Solarfonds sind darüber hinaus unabhängig von den Finanz- und Kapitalanlagemärkten. Sie unterliegen nicht dem Wechselspiel unterschiedlicher Marktkräfte, sondern bewegen sich in einem festgelegten System, dessen Bedingungen gesetzlich abgesichert sind.

Der Kapitalertrag ist einzig und allein abhängig vom Volumen der produzierten Energie. Hier gibt es mittlerweile gültige Erfahrungswerte, die den Ertrag einer Solaranlage sehr genau voraussagen können. Alle Parameter wie Flächengröße, Wirkungsgrade, Neigungswinkel oder durchschnittliche Sonneneinstrahlung für eine Region sind bekannt. Solarfonds fußen auf soliden Berechnungsgrundlagen.

Welche Formen von Solarfonds gibt es?

Bisher sind die geschlossenen Solarfonds die Regel. Sie beziehen sich auf den Bau und den Betrieb eines bestimmten Projektes und offerieren verschiedene Laufzeiten. Jeder Interessent kann seine Investition genau abwägen, denn er muss sich dann auch für die definierte Zeit festlegen. Anders als bei anderen Formen der Geldanlage kann man seinen Anteil nicht zwischenzeitlich verkaufen. Grund ist die Bindung an den Förderzeitraum. Aber Solarfonds sind ohnehin für die langfristige Sicherheit vorgesehen. Sie können z.B. als eine gute Altersvorsorge oder Investition in die Ausbildung eines Kindes gehandhabt werden.

Seit dem Jahr 2010 gibt es auch offene Solarfonds. Sie funktionieren nach den üblichen Prinzipien der Anlagewirtschaft, nämlich Beteiligungen zu erwerben, die handelbar sind. Anbieter dafür sind bisher nur ausländische Anbieter, z.B. Luxcara nach luxemburgischem Recht. Den Risiken eines offenen Fonds begegnet man hier aber auch mit ähnlichen Mitteln, wie sie die geschlossenen Fonds zur Verfügung haben. Mindesthaltedauern und lange Kündigungsfristen sollen unkontrollierte Mittelabflüsse verhindern und die Liquidität des Fonds erhalten.