Solarfonds als Geldanlage

Erneuerbare Energien werden in Zeiten des Klimawandels immer wichtiger. Neben Wind- und Wasserkraft bietet vor allem die Sonne ein riesiges Potential für die Erzeugung von umweltfreundlicher Energie. Natürlich ist der Standort der Solarzellen besonders wichtig; je größer die Sonneneinstrahlung ist, desto mehr Strom kann erzeugt werden. An vielen guten Standorten sind daher in den vergangenen Jahren bereist Solarparks entstanden – und die Branche wächst weiter. Finanziert werden solche Anlagen oft mit speziellen Solarfonds, bei denen Anleger zusammenkommen, um das hohe Investitionsvolumen auf mehrere Schultern zu verteilen.

Infrastruktur finanziert durch angelegtes Kapital

Konzipiert werden Solarfonds in der Regel als geschlossene Fonds. Das bedeutet, dass jeder Anleger eine Mindestsumme einzahlt und dafür einen entsprechenden Anteil am Fondsvolumen erhält. Anders als bei offenen Investmentfonds werden diese Anteile jedoch nicht über die Börse gehandelt, ein Rückkauf durch die Fondsgesellschaft ist ebenfalls nicht vorgesehen. Vielmehr ist das eingezahlte Kapital für eine gewisse Laufzeit fest angelegt, ein Verkauf ist nur an andere Anleger möglich.

Da mit dem Kapital, das bei einem Solarfonds eingesammelt wird, Infrastruktur finanziert und gebaut wird, ist der Investitionszeitraum relativ lang. In der Regel liegt dieser bei mindestens zehn Jahren, manche Fonds sammeln sogar Kapital für einen noch längeren Zeitraum ein. Nach Ablauf dieses Zeitraums erhalten die Anleger das eingesetzte Kapital zurück, vorher erfolgt nur eine jährliche Auszahlung der Rendite.

Geld wirft regelmäßige Rendite ab

Aufgrund des vergleichsweise langen Anlagehorizontes eignen sich geschlossene Solarfonds grundsätzlich nur für Anleger, die auf das eingesetzte Geld bis zum Ende der Laufzeit in jedem Fall verzichten können. Die Mindestsumme, die in einen solchen Fonds eingezahlt werden muss, variiert von Anbieter zu Anbieter, allerdings liegt diese oft im mittleren vierstelligen Bereich.

Größter Vorteil von Solarfonds ist laut http://www.geschlossener-fonds.net/solarfonds.html die vergleichsweise hohe und zudem relativ sichere Rendite. Durch den Verkauf von Strom erzielt der Betreiber Einnahmen, davon erhalten die Anleger einen hohen Anteil ausgezahlt. Aufgrund der in vielen Ländern festgelegten Einspeisevergütungen lassen sich die Einnahmen pro erzeugte Kilowattstunde sicher vorhersagen, zudem gibt es sehr genaue Angaben für die durchschnittliche Sonnenscheindauer an einem bestimmten Standort. Somit beruhen Voraussagen für die durchschnittliche jährliche Rendite auf einer soliden Grundlage, es handelt sich also um eine relativ sichere Anlageform.

Höhe der Rendite und mögliche Risiken

Wie hoch die jährliche Rendite tatsächlich ist, hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Realistisch ist eine Verzinsung des angelegten Kapitals mit fünf bis sieben Prozent. Bei manchen Solarfonds werden sogar noch höhere Renditen versprochen, allerdings sollte man hier als Anleger durchaus skeptisch sein. Zwar wird mit dem eingezahlten Kapital Infrastruktur finanziert, trotzdem kann es bei einer Insolvenz des Anbieters im schlimmsten Fall sogar zu einem Totalverlust der Anlagesumme kommen. Deshalb sollten Anleger sich die Angaben im Fondsprospekt aufmerksam durchlesen.

Wer sein Geld nicht für lange Zeit in einem geschlossenen Fonds anlegen will, hat mittlerweile die Möglichkeit, auf offene Solarfonds zurückzugreifen. Davon gibt es allerdings erst sehr wenige, zudem gibt es bei der Anlagesumme und dem Verkauf der Anteile ebenfalls Beschränkungen. Aktienfonds hingegen investieren in Unternehmen aus der Solarbranche; hier sind die Renditechancen ebenfalls hoch, allerdings drohen genau wie bei anderen Fonds Kursschwankungen – weshalb Fonds auch laut der Grafik auf http://www.tagesgeld-vergleich.net/ratgeber/risikoklassen-von-geldanlagen.html zur Risikoklasse 3-4 gehören.