Solarstromspeicher

Solarstrom zu gewinnen ist heute bereits eine ausgereifte Technologie. Solarstromspeicher dagegen bieten noch nicht all zu viele Möglichkeiten. Aber der Trend zur Selbstversorgung steigt und die Bundesregierung selbst hat mit der Erweiterung des Gesetzes zu den Erneuerbaren Energien im Jahr 2010 die Vergütung für den Eigenverbrauch eingeführt. Die Einspeisung des selbst erzeugten Stroms in das öffentliche Netz erhält so eine Alternative. Aber um die realisieren zu können, benötigt man Solarstromspeicher.

Solarstromspeicher regulieren den eigenen Stromhaushalt

Was die Solaranlage an überschüssigem Strom produziert, wird von den Betreibern bisher kaum gespeichert. Mit dem neuen Anreiz des EEG, bei einem Photovoltaik Eigenverbrauch von über 30 % erhöhte Vergütungen in Anspruch nehmen zu können, werden Solarstromspeicher finanzierbar. Sie sind dann genau so Teil des Amortisationsprozesses wie die Vergütung für die Stromeinspeisung. Angesichts jährlichen der Degression dieser Vergütung ist der Selbstverbrauch sogar lukrativer. Wenn Solarstromspeicher die tagsüber im Überfluss erzeugte Energie für die Abend- und Nachtstunden bereithalten, kann ein Haushalt bis zu 80 % seines Bedarfs mit der eigenen Solaranlage decken.

Solarstromspeicher als „kleine Lösung“

Bereits gut im Gebrauch sind Solarstromspeicher in Form von Solarbatterien. Sie werden vorwiegend im mobilen Bereich (z.B. Camping)oder in der Freizeit(Notebook-Batterien) verwendet. Diese Solarstromspeicher bewegen sich zwischen 50 Amperestunden und 275 Ah und kosten zwischen 120 und 950 Euro. Sie funktionieren auf Gel- oder auf Blei-Säure-Basis. Die Forschungen, um Solarstromspeicher auch mit anderen Technologien und vor allen Dingen preiswerter anzubieten, laufen auf Hochtouren.

Solarstromspeicher für den großen Bedarf

Denn neue Technologien für Solarstromspeicher sind insgesamt notwendig. Sie herkömmliche Speicherart für elektrische Energie rentiert sich nur in großen Anlagen oder für Systeme, die ohne Anschluss an das öffentliche Netz auskommen müssen (so genannte Inselanlagen). Um Solarspeicher auch für normale Haushalte erschwinglich zu machen, müssen vor allen Dingen die Haltbarkeit der Akkus und ihre Beständigkeit gegen äußere Einflüsse (z.B. Frost) erhöht werden. Die derzeit üblichen 2000 Ladezyklen bedeuten lediglich eine Lebensdauer von fünf bis sechs Jahren. Benötigt werden Solarstromspeicher, die auch 20 Jahre ihren Dienst tun. Das entspricht auch dem Zyklus, innerhalb dessen sich eine Solarstromanlage refinanziert.

Solarstromspeicher in der Zukunft

Berichte über neue Forschungsergebnisse gibt es ständig. Solarstromspeicher auf Basis von Edelgasen und Druckverhältnissen oder der Veränderung von Molekülstrukturen sind bereits in Testreihen. Aber auch die bestehenden Solarstromspeicher haben Entwicklungsmöglichkeiten. In Elektroautos werden bereits Batterien auf Lithium-Ionen-Basis eingesetzt. Diese erreichen ebenfalls die geforderten Werte für die Langzeitleistung. Das Solarunternehmen Conergy hat diese Technologie bereits in Solarstromspeicher überführt und als neues Produkt angekündigt.