Sonnenenergiespeicher

Die Sonne strahlt jedes Jahr mit einer Energie, die das 14.000fache des weltweiten Primärenergiebedarfs bedeutet, auf die Erde. Genutzt wird diese größte aller Energiequellen aktuell nur zu 0,15 %. Das ist aber immerhin schon etwas mehr als die Pflanzen in der Photosynthese verarbeiten. Über 95 % der Sonnenenergie (ca. 4 % werden von der Erde reflektiert) erwärmen Landschaften und Wasserflächen. Die größten Sonnenenergiespeicher sind so gesehen die Ozeane. Der Trend in der Energieversorgung geht dahin, mehr Sonnenlicht für die Zwecke des Menschen nutzbar zu machen und dazu effektivere Sonnenenergiespeicher zu entwickeln.

Sonnenenergiespeicher – die passive Speicherung

Mit der Nutzung der natürlichen Effekte ergeben sich bereits große Potenziale. Biomasse wird zum Solarspeicher,  wenn sie als nachwachsender Rohstoff anstelle fossiler Brennstoffe zur Energiegewinnung eingesetzt wird. Die optimale Ausnutzung der Erwärmungseffekte durch  energieeffizientes Bauen gilt ebenso als Sonnenenergiespeicher wie die Umwandlung von Biomasse in Kraftstoff.  Insgesamt wird auch der Umweltschutz durch die Null-Emissionsrate der Solarenergie erhöht.

Sonnenenergiespeicher – die thermische Speicherung

Mit Solarthermen kann die Sonnenenergie direkt genutzt und für die Brauchwasserbereitstellung oder die Heizung genutzt werden. Die durch Sonnenkollektoren erzeugte Wärme wird durch ein Leitmedium verlustarm in einen Speicher transportiert und kann bis zu 60 % des Bedarfs eines Haushaltes decken. So genannte Konzentratoren sind sogar in der Lage, mit Hilfe des Sonnenlichtes Speichermedien über 200 Grad Celsius zu erhitzen und auf dieser Grundlage elektrischem Strom zu produzieren.

Sonnenenergiespeicher für Solarstrom

Die Erzeugung elektrischen Stroms mit der der eigenen Photovoltaik-Anlage ist für viele Haushalte und Unternehmen heute schon Realität. Durch das Gesetz zu den Erneuerbaren Energien von 2004 ist das Betreiben dieser Anlagen wirtschaftlich geworden, da die überschüssig produzierte Energie in das öffentliche Netz abgegeben und vergütet wird. Mit der Erweiterung der Vergütung auf den Eigenbedarf im EEG 2010 steigt die Bedeutung der Sonnenenergiespeicher für Solarstrom.  Denn um die im Gesetz vorgesehenen 30 % Eigenverbrauch zu erreichen, müssen gerade private Haushalte ihre produzierte Energiemenge regulieren können. Dafür werden Sonnenenergiespeicher benötigt, die den am Tage in den Spitzenzeiten produzierten Strom am Abend verfügbar halten und nicht mehr in das öffentliche Netz einspeisen. Die Vergütung für den Eigenverbauch ist weitaus attraktiver als für die Einspeisung. Zudem sinkt der Preis für die Energielieferung jährlich um 8 %. Die bisherigen Sonnenenergiespeicher für Elektroenergie wie Akkus und Batterien auf Blei-Säure-Basis sind  allerdings auf kleinere Anforderungen ausgelegt wie Solarleuchten oder Ladegeräte. Die nun erforderlichen Kapazitäten machen eine neue Generation Sonnenenergiespeicher notwendig, für die es aber auch schon etliche Technologien gibt.