Von der Produktion bis zum Aufbau der Solarmodule

Eine Solarzelle ist ein elektrisches Bauelement, welches die kurzwellige Strahlungsenergie wie das Sonnenlicht, direkt in Energie umwandelt. Die Anwendung nennt sich Photovoltaik. Solarzellen unterscheiden sich durch die direkte Umwandlung enorm von anderen regenerativen Energieformen zur Gewinnung von Ökostrom, denn bei denen ist immer ein Generator als Umwandler dazwischen geschaltet.

Vom Silizium bis zur Zelle

Solarzellen gibt es als Dickschicht- und Dünnschichtzellen. Ebenso gibt es im Material Unterschiede: Es gibt Solarzellen aus Halbleitermaterialien wie CdTe, GaAS oder Kupfer-Indium-Selen –Verbindungen. Allerdings ist die bekannteste Variante die Silizium-Zelle. Diese Zellen sind aus Monokristallinen oder Polykristallinen zusammengesetzt, wobei diese Zellen immer aus einer Dickschicht bestehen. Silizium kommt in der Erdkruste vor und ist das zweit-häufigste chemische Element. Es liegt meistens als Quarz-Sand vor und lässt sich in einen Hochofen zu metallurgischem Silizium umzuwandeln. Ein kleiner Anteil des jährlich um die vier bis fünf Millionen Tonnen hergestellten Siliziums geht in die Produktion von Solarzellen ein. Über mehrere Stufen ist schließlich Reinstsilizium hergestellt. Das Verfahren der Herstellung heißt Siemens-Verfahren. Das Verfahren ist zwar sehr energieaufwendig, allerdings können die Solarzellen je nach Bauart in einem Zeitraum von ein bis 5 Jahren die Kosten wieder reinholen. Die Energiebilanz ist also positiv. Anschließend ist das Reinstsilizium weiterzuverarbeiten. Dazu gibt es mehrere Verfahren. Allerdings haben diese alle gemein, dass mit dem chemischen Element Bor Blöcke oder Stäbe entstehen.

Aufdach- oder Indachmontage?

Es gibt zwei Möglichkeiten eine Solarzelle am Dach zu befestigen. Entweder ist die Solaranlage auf dem Dach oder in dem Dach z befestigen. Bei einer Aufdach-Montage bringen die Bauarbeiter zuerst Dachhaken an, in die die Module reinzuhängen sind. Anschließend gilt es die einzelnen Module mit Kabeln zu verbinden und diese ins Hausinnere zu legen. Anschließend verbinden die Arbeiter die Anlage mit dem Stromnetz. Bei einer Indach-Montage hingegen erfolgt die Montage direkt ins Dach. Das heißt, die Indach-Montage ist nur bei der Planung eines neuen Hauses von Vorteil, es sei denn Sie haben sowieso vor Ihr Dach zu erneuern. Bei beiden Montagen anschließend erfolgt ein Test und wenn dieser Positiv ist, können sie ab sofort mit neuer Energie Bauen und Wohnen. Allerdings ist Vorsicht geboten! Denn ein neuer Trend in der kriminellen Branche ist der Raub von Solarmodulen. Deshalb buchen immer mehr Firmen einen professionellen Werkschutz, welcher vor einem Diebstahl schützen soll.